Unsere Geschichten machen uns zu dem, wer wir sind

Wie die Geschichten, die wir uns erzählen, unser Leben beeinflussen

Wir erzählen uns tagtäglich Geschichten darüber

  • wer wir (nicht) sind,
  • was wir (nicht) können,
  • welche Möglichkeiten wir (nicht) haben und
  • wie unsere Welt (nicht) ist.

Unsere Geschichten machen uns zu dem, wer wir sind…

Das Einzige, was dich davon abhält, das zu bekommen, was du willst, ist die Geschichte, die du dir selbst erzählst.

Tony Robbins

Warum erzählen wir uns eigentlich Geschichten?

Wir erzählen uns Geschichten, weil wir bestimmte Situationen, Zusammenhänge, Entscheidungen oder auch Gefühle verstehen und merken wollen. Diese Erklärungen helfen uns, unser Leben einfacher, klarer, konkreter und greifbarer zu machen.

Übung zur Selbstwahrnehmung:

Was assoziierst du mit dem Begriff Liebe? Schließe hierfür gerne deine Augen und lass dich auf das Wort ein. Was kommt dir in den Sinn? Was siehst du vor deinem inneren Auge? Sicher Menschen und Momente, die letztlich zusammen eine Geschichte ergeben, richtig?

Unser Gehirn merkt sich Geschichten besser als Fakten. Es arbeitet mit Verknüpfungen, um so die Vielzahl an Ereignissen, Erfahrungen und Erkenntnissen unseres Lebens zu organisieren und zu speichern.

Wenn wir mithilfe einer Geschichte Klarheit in etwas Komplexes bringen, wir also etwas verstanden haben, schüttet unser Körper sogar Dopamin aus.

Das Ding ist allerdings: Für unser Gehirn müssen diese Geschichten nicht “richtig”, geschweige denn vollständig sein, sondern uns nur eine Erklärung liefern. Denn die Aufgabe unseres Gehirns ist es nicht, uns glücklich zu machen, sondern uns am Leben zu halten. Deswegen achtet unser Gehirn vor allem auf Negatives, um das zu vermeiden und uns zu schützen. Für unser Gehirn sind Geschichten wichtig, weil sie uns Sicherheit und Orientierung geben.

Wie entstehen diese Geschichten?

Unsere Geschichten basieren vor allem auf Erfahrungen aus der Vergangenheit. Wir nehmen diese Erfahrungen, um eine Referenz bzw. Entscheidungsgrundlage für die Gegenwart zu haben.

Übung zur Selbstwahrnehmung:

Was assoziierst du mit folgenden Sätzen: Das war schon immer so. Ich bin eben so? Nimm dir dafür gerne ein paar Minuten Zeit, schließe deine Augen und spüre in dich hinein. Welche Geschichten hast du dir bisher in Verbindung mit diesen Sätzen erzählt? Vielleicht, dass du in Beziehungen eh immer enttäuscht wirst und deswegen ist es besser für dich, dich zu schützen? Oder vielleicht hast du dir bisher gesagt, dass du lieber nicht auffallen solltest, bist deswegen still und zurückhaltend, obwohl du deine Meinung und Kreativität gerne ausleben magst?

 

Ebenso haben wir bestimmte Erwartungen und Vorstellungen über die Zukunft, die unser Leben in der Gegenwart beeinflussen.

Übung zur Selbstwahrnehmung:

Was assoziierst du mit folgendem Satz: Das kann ich mir nicht vorstellen? Nimm dir dafür gerne ein paar Minuten Zeit, schließe deine Augen und spüre in dich hinein. Welche Geschichten hast du dir bisher in Verbindung mit diesem Satz erzählt? Vielleicht, dass du nicht in einer anderen Stadt wohnen könntest, dass du eh keinen Marathon laufen wirst oder dass du es nicht schaffen wirst, ein Buch zu schreiben und richtig erfolgreich zu werden?

 

Wir sind es schon so gewohnt, uns diese Geschichten immer wieder zu erzählen, dass sie unbewusst ständig ablaufen. Sie werden zu Gewohnheiten. Diese Geschichten haben automatisch Einfluss auf unsere Werte, Entscheidungen und Reaktionen und werden zu unseren inneren Überzeugungen, zu Glaubenssätzen, Entscheidungsgrundlagen und Verhaltensmustern – zu unserem Leben!

The most effective way to foster awareness is by writing down our stories.
Brené Brown

Welchen Einfluss haben diese Geschichten auf unser Leben?

Die Geschichten, die wir uns tagtäglich erzählen, beeinflussen alles: Was wir tun – und was wir nicht tun. Wie wir mit uns selbst umgehen – und wie nicht. Welche Möglichkeiten wir wahrnehmen – und welche nicht.

Unsere Geschichten haben Einfluss darauf, welches Leben wir uns erlauben zu leben!

Je nachdem, ob sie negativ oder positiv sind, können sie uns ausbremsen und sogar physisch und psychisch krank machen oder auch ermutigen und unterstützen. Geschichten können der Ausgangspunkt sein, um unsere Identität neu zu definieren und unseren Erfahrungen einen positiven Wert und Sinn geben.

Welche Geschichte möchtest du dir über dich erzählen?

Das Gute an unseren Geschichten ist, dass wir sie umschreiben können. 

Wir können uns entscheiden:

  • glauben wir unserer Geschichte weiterhin und leben mit ihr so weiter wie bisher (oder verschlimmern die Situation vielleicht sogar noch)

oder

  • nehmen wir den Stift in die Hand und schreiben die Geschichte um/ neu/ weiter und entwerfen somit das Leben, das wir möchten?

Denke immer daran: Du bist de Autor deines Lebens – auf dem Papier und in der Realität!

Lass uns Geschichten schreiben,
die wir gerne erzählen.

Julia Engelmann

Mit dem Herzen geschrieben,
Vanessa

Hey, ich bin Vanessa. Als Schreib-Mentorin und Texterin helfe ich anderen dabei, ihre Gedanken, Gefuhle und Geschichten in Worte zu fassen. Dabei gebe ich selbst mein Herz in jede Zeile ... Magst du mehr erfahren?

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