Mantra des Monats – März 2021

Show up anyway

Bei der Blogserie “Mantra des Monats” erzähle ich dir von meinen Erfahrungen, Erlebnissen und Erkenntnissen der vergangenen Wochen. Vielmehr als das, möchte ich dich einladen und ermutigen, auch mehr Bewusstsein in deine Gedanken, Gefühle und Geschichten zu bringen, denn: Wir sind die Autoren unseres Lebens – auf dem Papier und in der Realität!

“Show up anyway” ist mein Mantra für den März 2021.

Erfahrungen, Erlebnisse & Erkenntnisse mit dem Mantra des Monats

Warum ist es so wertvoll, ein Mantra bzw. einen Fokus für den Monat zu haben?

Wir denken am Tag zwischen 60.000 bis 80.000 Gedanken. Die meisten dieser Gedanken sind unbewusst, das heißt, wir bekommen sie gar nicht so richtig mit. Und doch haben diese Gedanken einen ganz entscheidenden Einfluss, denn sie bilden die Grundlage dafür,

  • wie wir uns fühlen,
  • was wir glauben, was für uns (nicht) möglich ist,
  • welche Entscheidungen wir treffen,
  • wie wir uns verhalten,
  • mit welcher Ausstrahlung und Energie wir durch den Tag gehen und letztlich
  • wie wir unser Leben gestalten.

Das Mantra bzw. der Fokus des Monats begleitet uns dabei, unsere Gedanken in eine bestimmte Richtung zu lenken – in eine Richtung, in die wir auch unser Leben lenken wollen.

Denn wenn wir nur “irgendwie” durch unser Leben gehen, werden wir auch nur “irgendetwas” erreichen bzw. “irgendwo” ankommen.

Dieser Fokus kann ein Gefühl oder eine Qualität, eine Aufgabe oder ein Ziel, ein Projekt oder auch eine Pause, etwas Berufliches oder Privates sein. Je nachdem, in welcher Phase wir uns gerade befinden, was uns wichtig ist und was wir uns aktuell wünschen.

Ich formuliere mein Mantra immer in einem Wort oder Satz und nutze es dann beispielsweise beim Journaling, in Meditationen, in Grafiken, als Affirmation oder in kleinen Momenten im Alltag, um mich zu erinnern und zu ermutigen.

mein Mantra für März 2021 & die Bedeutung für mich

So leichtherzig und beschwingt der Februar mit dem Monatsmantra „Ich erlaube mir, zu spielen“ war, so schwer und ohnmächtig fühlten sich für mich die ersten Tage im März an. In genau diesen Momenten höre ich immer die Stimme von Rachel Hollis, die zu mir sagt: You are in control of your life. Show up anyway.

Rachel gehört zu meinem „Inner Circle“. (Vielleicht ist dir dieses Coaching-Tool auch als „Ältestenrat“ oder „Innerer Vorstand“ bekannt, bei dem man eine Gruppe an Menschen hat, die man innerlich bei Entscheidungen oder Herausforderungen um Rat bittet. Diese Menschen können u.a. real, fiktiv oder verstorben sein, ebenso wie sie in unserem direkten Umfeld sein können oder Personen, die wir “aus dem Internet kennen“, wie bei mir Rachel Hollis.)

„Show up anyway“ bedeutet für mich, dass ich nicht einfach die Decke über den Kopf ziehe, sondern in jedem Moment, auch wenn es gerade schwer ist, mich zu zeigen und mein Bestmögliches zu geben – anyway (trotzdem) und in any way possible (so gut wie irgendwie möglich). Und deswegen wurde “Show up anyway” zu meinem Mantra für März 2021.

Mir geht es mit “Show up anyway” darum, jeden Morgen aufzustehen und da zu sein für

  • drei wundervolle und wichtige Seele in meinem Leben, die gerade in einer herausfordernden Phase sind,
  • die Liebe Seele…-Community und
  • vor allem auch mich selbst und meine Seele.

Wie mich das Mantra durch den Monat begleitet hat

Der März war für mich gefüllt mit vielen Erlebnissen und Emotionen und gleichzeitig war er auch voller Leere. Ich werde daher hier auf zwei Erfahrungen eingehen.

 

Sicher kennst du auch diese Metapher, dass wir im Flugzeug bei einem Notfall immer erst unsere eigenen Sauerstoffmasken aufsetzen sollen, bevor wir anderen helfen. Zugegeben, habe ich das zwar mit dem Kopf verstanden, aber nie so richtig mit dem Herzen gefühlt. Geht es dir auch so?
Was hingegen viel greifbarer ist und mich schon länger begleitet, ist dieses wundervolle Beispiel von Brené Brown: Du musst erst einatmen, bevor du ausatmen kannst. Du musst erst deine eigenen Kräfte füllen, bevor du sie verteilen kannst.

Das März-Mantra bedeutete daher für mich, ganz bewusst auf meine eigene Energie bzw. auf mein physisches, mentales und emotionales Wohlbefinden zu achten, um gut für andere da sein zu können. Das half mir dabei:

  • Zeit nehmen, um das Außen mit all dem Trubel leiser zu drehen und meiner innere Stimme zuhören
  • Meiner Intuition vertrauen und folgen
  • Klarheit haben, was gerade für mich wirklich wichtig ist, Prioritäten setzen und Nein sagen bzw. Ja zum Richtigen
  • Offen mit anderen kommunizieren
  • Regelmäßig bewegen, auch wenn ich oft lieber auf dem Sofa liegen würde (Spaziergänge, Yoga, Hula Hup, Workouts)

 

“Show up anyway” – da sein, auch wenn es unmöglich scheint – führte mich zu einem der wichtigsten Momente in meinem Leben: zum letzten Atemzug eines geliebten Menschen.

Meine Oma war eine lebensfrohe Frau, die jeden Morgen ihren Sonnengruß machte, feste Sporttage hatte, regelmäßig reiste, noch lange mit uns Kindern auf dem Trampolin umhersprang, betrunken Schlitten fuhr, den leckersten Pflaumenkuchen buk und unendlich viel Liebe und Gerechtigkeit in ihrem Herzen trug.
Am Nachmittag des 21.03.21 folgte ich meinem Gefühl, ins Krankenhaus zu fahren. Es gab so viele Momente, in denen ich am liebsten wegrennen und mich verstecken wollte und mir wünschte, dass das alles nicht wahr wäre. Bei der Fahrt. Als ich der Krankenschwester sagte, dass ich gerne noch einmal meine Oma sehen möchte. Als ich den langen Flur entlanglief, ins Zimmer ging und meine Oma sah.
Sie hatte sehr laut geatmet, und immer, wenn es unregelmäßig wurde und sie länger nicht einatmete, wurde ich ganz nervös. Ich wollte so lange bleiben, bis ich ruhig bin, weil ich dann wusste, dass ich in Frieden bin mit ihrem Gehen – und das haben meine Oma und ich zusammen gemacht, Frieden in ihrem Gehen gefunden…
Alles, was danach folgte, wurde umso schwerer. Die Krankenschwerster holen. Meine Mama anrufen. Entscheidungen treffen. Um Hilfe bitten. Nach Hause fahren. Meiner Familie erzählen, wie die letzten Minuten waren. „Weitermachen“.

An diesem Tag war ich kein Mensch, sondern eine unendlich starke Seele, die da war, auch als es unmöglich erschien.

Wie du dein Mantra des Monats findest

Nimm dir zum Monatswechsel bewusst Zeit für dich. Dreh das Außen leiser und lausche deiner inneren Stimme. Wenn du magst, mach einen Spaziergang mit deiner Seele, indem du alle deine Gedanken, Gefühle und Geschichten aufschreibst und setze dir dann dein Mantra bzw. deinen Fokus für den Monat.

Im Liebe Seele…-Club, unserem Journaling-Mitgliederbereich, machen wir es so, dass wir uns zum Monatsanfang via Zoom zusammen treffen, um den vergangenen Monat in Dankbarkeit abzuschließen und uns auf den neuen Monat auszurichten.

Ich leite dich dabei durch eine Meditation und gebe dir kraftvolle Journaling-Fragen, die dir helfen, dein Mantra zu finden und zu erkennen, wie du es auch vom Papier in die Realität bringen kannst. Am Ende tauschen wir uns in der Gruppe aus.

Neben dieser Session am Monatsanfang begleite ich dich mit weiteren Tipps und Tools, Input und Inspiration, damit dein Mantra nicht nur ein leeres Wort bleibt, sondern du es wirklich in deinen Alltag integrierst und danach lebst. – So wie auch ich mit “Show up anyway”.

Gestalte dir deine kraftvolle Journaling Routine im
Liebe Seele...-Club

Der Liebe Seele…-Club ist ein monatlicher Mitgliederbereich und gibt dir den Rahmen dafür, dass du dir im Alltag regelmäßig Zeit für dich und deine Gedanken nimmst.

Wöchentliche Journaling Sessions für Struktur & Commitment, dein persönlicher Fokus und Reflektion des Monats für Klarheit & Ausrichtung weitere Impulse, Input und Inspiration für Umsetzung & Zufriedenheit

Mit dem Herzen geschrieben,

Vanessa

Hey, ich bin Vanessa. Als Schreib-Mentorin und Texterin begleite ich andere dabei, ihre Gedanken, Gefühle und Geschichten in Worte zu fassen. Dabei gebe ich selbst mein Herz in jede Zeile...
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