Mantra des Monats – April 2021

Ruhe

Bei der Blogserie “Mantra des Monats” erzähle ich dir von meinen Erfahrungen, Erlebnissen und Erkenntnissen der vergangenen Wochen. Vielmehr als das, möchte ich dich einladen und ermutigen, auch mehr Bewusstsein in deine Gedanken, Gefühle und Geschichten zu bringen, denn: Wir sind die Autoren unseres Lebens – auf dem Papier und in der Realität!

Nach einem sehr intensiven März war “Ruhe” mein Mantra für den April 2021.

Erfahrungen, Erlebnisse & Erkenntnisse mit dem Mantra des Monats

Warum ist es so wertvoll, ein Mantra bzw. einen Fokus für den Monat zu haben?

Wir denken am Tag zwischen 60.000 bis 80.000 Gedanken. Die meisten dieser Gedanken sind unbewusst, das heißt, wir bekommen sie gar nicht so richtig mit. Und doch haben diese Gedanken einen ganz entscheidenden Einfluss, denn sie bilden die Grundlage dafür,

  • wie wir uns fühlen,
  • was wir glauben, was für uns (nicht) möglich ist,
  • welche Entscheidungen wir treffen,
  • wie wir uns verhalten,
  • mit welcher Ausstrahlung und Energie wir durch den Tag gehen und letztlich
  • wie wir unser Leben gestalten.

Das Mantra bzw. der Fokus des Monats begleitet uns dabei, unsere Gedanken in eine bestimmte Richtung zu lenken – in eine Richtung, in die wir auch unser Leben lenken wollen.

Denn wenn wir nur “irgendwie” durch unser Leben gehen, werden wir auch nur “irgendetwas” erreichen bzw. “irgendwo” ankommen.

Dieser Fokus kann ein Gefühl oder eine Qualität, eine Aufgabe oder ein Ziel, ein Projekt oder auch eine Pause, etwas Berufliches oder Privates sein. Je nachdem, in welcher Phase wir uns gerade befinden, was uns wichtig ist und was wir uns aktuell wünschen.

Ich formuliere mein Mantra immer in einem Wort oder Satz und nutze es dann beispielsweise beim Journaling, in Meditationen, in Grafiken, als Affirmation oder in kleinen Momenten im Alltag, um mich zu erinnern und zu ermutigen.

Ruhe – Mein Mantra für April 2021 & die Bedeutung für mich

Nachdem ich im März meine Oma bei ihrem allerletzten Atemzug begleitet hatte, hatte ich in den darauffolgenden Wochen immer eine Liedzeile von Glashaus im Kopf: Haltet die Welt an, es fehlt ein Stück. Jeder geht anders mit Trauer um und für mich war es unverständlich, wie das Leben einfach so weitergehen konnte. Ohne Oma.

Also hielt ich im April meine eigene kleine Welt an und nahm mir die Zeit und Ruhe, um all die Erlebnisse und Emotionen in meinem Tempo verarbeiten zu können. Das Leben tat dabei sein Übrigens und „schenkte“ mir mit einer coronabedingten Quarantäne eine Zwangspause.

Wie mich das Mantra “Ruhe” durch den Monat begleitet hat

Wir leben in einer Welt mit hoher Geschwindigkeit, enormen Leistungsdruck und unendlichen Ablenkungen. Was passiert, wenn die eigene kleine Welt plötzlich stehenbleibt und nichts mehr geht? Das sind einige meiner Erkenntnisse:

„Einfach nur sein“ oder „Wir sind keine Human Doings, sondern Human Beings“ – so oft hören wir davon in der Bubble der Persönlichkeit, doch was bedeutet das, was bedeutet das wirklich? Mir fiel es am Anfang unglaublich schwer, zur Ruhe zu kommen. Als ich mich dann doch darauf einließ, die Stille auszuhalten und nur mit mir selbst zu sein (mehr als die üblichen 10 oder 30 Minuten Meditation), wurde es unbequem und hässlich und zugleich wunderschön und hingebungsvoll.

Ich habe verstanden: Manchmal gibt es Phasen im Leben, in denen es normal und vor allem absolut okay ist, dass es nicht immer darum geht, in der aktuellen Situation einen Sinn zu erkennen oder das Gute zu sehen. Es geht auch nicht darum, gegen irgendetwas anzukämpfen oder irgendetwas zu verbessern. In diesen Phasen geht es oft vielmehr darum, von Stunde zu Stunde, von Tag zu Tag zu leben. Nicht mehr, nicht weniger.

Oft habe ich mich einfach nur leer gefühlt. Diese Leere war so laut, dass ich all die anderen Gefühle gar nicht richtig gespürt habe. Da waren aber zum Beispiel auch noch Wut, Traurigkeit, Verzweiflung, Hilflosigkeit. Auch diese Gefühle möchten wahrgenommen und gefühlt werden. Mir hat es geholfen, mich regelmäßig hinzusetzen, die Augen zu schließen oder den Blick schweifen zu lassen und in mein Journal zu schreiben, wie ich mich gerade fühle. Ohne diese Gefühle zu bewerten, habe ich sie einfach nur wahrgenommen, da sein und auch wieder gehen lassen.

In dieser Zeit habe ich mehr denn je gelernt, um Hilfe zu bitten – mehr als nur einmal – und habe voller Dankbarkeit erkannt, was für wundervolle Menschen ich um mich herum habe. Einer meiner Lieblingsmomente: Mein Opa hatte sich ein Bild von meiner Oma gewünscht. Ich hatte alles vorbereitet, konnte es ihm aber leider aufgrund der Quarantäne nicht persönlich geben. Genau in der Zeit, als meine Mama das Bild zu meinem Opa brachte, hat meine bezaubernde Freundin Frances mir selbstgebackene Waffeln vor die Tür gestellt.

Dieser Moment war auch einer derer, der mich daran glauben lassen hat, dass alles zur richtigen Zeit passiert. Trust the timing of your life. Anfangs war ich unglaublich enttäuscht und sauer auf meinen Körper, dass er krank wurde, doch dann habe ich verstanden, dass diese Zwangspause nach dem Tod meiner Oma irgendwie auch ein Geschenk war.

Nach der Quarantäne fiel es mir erst einmal schwer, mein eigenes (langsames) Tempo, das ich liebgewonnen hatte, auch wirklich beizubehalten und nicht direkt wieder Vollgas in Leistungsgedanken abzurutschen. Deswegen wanderte ich sehr oft vom Schreibtisch aufs Sofa und vom Sofa in die Stille.

In dieser Stille ist ein neues wundervolles Herzensprojekt geboren: mein Mentoring-Programm selbst bewusst & selbstbewusst. Hier begleite ich dich über 8 Wochen dabei, das Außen mit all dem Trubel leiser zu drehen, um wieder deine innere Stimme zu hören. So wirst du dir über dich selbst bewusst und somit selbstbewusst. Du erkennst, was dir wirklich wichtig ist, siehst deine vermeintlichen Schwächen, wie zum Beispiel deine leise, sensible Art, endlich als deine Superpower an, triffst mutige Entscheidungen und gestaltest dein Leben bewusst und liebevoll. Mehr Infos zum Mentoring findest du hier: selbst bewusst & selbstbewusst.

Wie du dein Mantra des Monats findest

Nimm dir zum Monatswechsel bewusst Zeit für dich. Dreh das Außen leiser und lausche deiner inneren Stimme. Wenn du magst, mach einen Spaziergang mit deiner Seele, indem du alle deine Gedanken, Gefühle und Geschichten aufschreibst und setze dir dann dein Mantra bzw. deinen Fokus für den Monat.

Im Liebe Seele…-Club, unserem Journaling-Mitgliederbereich, machen wir es so, dass wir uns zum Monatsanfang via Zoom zusammen treffen, um den vergangenen Monat in Dankbarkeit abzuschließen und uns auf den neuen Monat auszurichten.

Ich leite dich dabei durch eine Meditation und gebe dir kraftvolle Journaling-Fragen, die dir helfen, dein Mantra zu finden und zu erkennen, wie du es auch vom Papier in die Realität bringen kannst. Am Ende tauschen wir uns in der Gruppe aus.

Neben dieser Session am Monatsanfang begleite ich dich mit weiteren Tipps und Tools, Input und Inspiration, damit dein Mantra nicht nur ein leeres Wort bleibt, sondern du es wirklich in deinen Alltag integrierst und danach lebst. – So wie auch ich mit “Ruhe”.

Gestalte dir deine kraftvolle Journaling Routine im
Liebe Seele...-Club

Der Liebe Seele…-Club ist ein monatlicher Mitgliederbereich und gibt dir den Rahmen dafür, dass du dir im Alltag regelmäßig Zeit für dich und deine Gedanken nimmst.

- Wöchentliche Journaling Sessions für Struktur & Commitment

- Dein persönlicher Fokus und Reflektion des Monats für Klarheit & Ausrichtung

- Weitere Impulse, Input und Inspiration für Umsetzung & Zufriedenheit

Mit dem Herzen geschrieben,

Vanessa

Hey, ich bin Vanessa. Als Schreib-Mentorin und Texterin begleite ich andere dabei, ihre Gedanken, Gefühle und Geschichten in Worte zu fassen. Dabei gebe ich selbst mein Herz in jede Zeile...
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