Journaling – Was ist das eigentlich und warum hilft es?

Dieses Journaling, was ist das denn eigentlich genau? – Hast du dich das auch schon einmal gefragt?

Ich mag gerne meine persönliche Definition mit dir teilen und dir 4 Gründe nennen, weshalb das Journaling unser Leben positiv beeinflussen kann.

Meine Definition von Journaling

Ich definiere das Journaling für mich persönlich so:

Journaling ist das bewusste Schreiben für mein Inneres. Dabei drehe ich das Außen leiser und meine innere Stimme laut. Ich höre mir selbst mal wieder zu uns gehe mit mir ins Gespräch – und genau hier liegt die Kraft des Schreibens!

4 Gründe, warum das Journaling dein Leben positiv beeinflusst

1. Du machst dir deine Gedanken und Gefühle bewusst und greifbar

Wann hast du dir bewusst Zeit dafür genommen, dich mit dir selbst zu verbinden und dich zu fragen: Wie geht es mir eigentlich? Was beschäftigt mich momentan?

Beim Schreiben können wir wieder mehr Bewusstsein in unsere Gedanken bringen, vor allem, weil wir uns die Ruhe und die Aufmerksamkeit schenken, in uns hineinzuspüren, zu reflektieren und zu visualisieren. Ein weiterer Vorteil ist außerdem, dass unsere Gedanken beim Schreiben nicht so schnell wieder verfliegen wie beim gedachten oder gesprochenen Wort.

Das ist so wertvoll, denn:

  • Wir denken am Tag zwischen 60.000-80.000 Gedanken.
  • Die meisten unserer Gedanken, nämlich 95%, sind unbewusst und wiederholen sich Tag für Tag – und bilden somit in Summer unser Leben.
  • Laut einer Studie sind sind 25% unserer täglichen Gedanken negativ und nur 3% positiv. Der Rest ist neutral oder unbedeutend.

Wir sehen unsere Gedanken beim Schreiben schwarz auf weiß vor uns und können so besser mit ihnen “arbeiten”. Das Journaling hilft uns, unsere Gedanken, Gefühle und Geschichten in eine bestimmte Richtung zu lenken – in eine Richtung, in die wir auch unser Leben lenken möchten!

2. Du lernst dich besser kennen

Hast du manchmal das Gefühl, dass du bei all dem Trubel, den Meinungen und Erwartungen im Außen deine eigene Stimme, deine Wünsche und Bedürfnisse gar nicht mehr so richtig hörst?

Beim Schreiben drehen wir das Außen leiser und das Innen laut. So erkennst du zum Beispiel:

  • Stärken und Schwächen
  • Wünsche und Bedürfnisse
  • Ängste und Zweifel
  • Denk- und Verhaltensmuster

Beim Schreiben wirst du dir über dich selbst bewusst und somit selbstbewusst.

Übrigens: Beim Journaling nutzen wir sowohl die linke als auch die rechte Gehirnhälfte – und somit auch die Stärken beider Hälften. Die linke Seite steht für das logische, rationale und sprachliche Denken, das Erkennen von Ursache und Wirkung, für Struktur und Erfahrung. Die rechte Hälfte steht für das Vorstellungsvermögen, Kreativität, Bilder, Weiterentwicklung.

3. Du stärkst deine mentale, emotionale und körperliche Gesundheit

Das regelmäßige Schreiben hat nachweislich einen positive Wirkung auf unser seelisches und physisches Wohlbefinden.

Die Kraft des Schreibens geht weit in die Geschichte zurück und kann bis ca. 500 v. Chr. nachverfolgt werden. In der griechischen Mythologie ist Apoll der Gott der Künste, besonders der Dicht- und Heilkunst. Auch Schriftsteller wie Rainer Maria Rilke oder Franz Kafka sprachen von der positiven Wirkung des Schreibens und meinten, dass ihre Gedichte und Romane ihnen halfen, sich besser zu verstehen – und sie sogar vor der Psychiatrie bewahrten. In der Psychologie wurde das Schreiben vor allem durch Psychiater wie Sigmund Freud und Carl Gustav Jung bekannt. Heute wird das Schreiben auch erfolgreich als Therapieform angewendet, die Schreib- und Poesietherapie.

Zum einen, weil wir unsere negativen Gedanken und Gefühle ehrlich wahrnehmen und sie loslassen, statt sie zu verdrängen oder ständig zu grübeln. Gleichzeitig öffnen wir uns dafür, das Gute und Schöne in unserem Leben zu erkennen.

Zum anderen, weil wir beim Journaling das Karussell des Alltags anhalten und entschleunigen (vor allem, wenn wir mit der Hand schreiben). Wenn wir zur Ruhe kommen, entspannen sich unsere Muskeln, der Blutdruck senkt sich und der Herzschlag wird reguliert.

Journaling hilft daher u.a. bei:

  • Stress, innere Anspannung und Unruhe
  • Schlafproblemen
  • Bluthochdruck
  • Angst
  • Depression
  • Suchtkrankheiten
  • Verbesserung der Herzkohärenz
  • Stärkung des Immunsystems
  • Konzentration und Erinnerungsvermögen

Mir ist es an dieser Stelle wichtig zu sagen, dass das Schreiben nicht bei jedem und auch nicht immer helfen kann. Ich hatte selbst schon Phasen, in denen ich gemerkt hatte, dass ich mich durch das Schreiben in eine negative Gedankenspirale abrutsche und es mir eher schadet als nützt. Ich habe es pausiert und für diese Zeit andere Tools und Wege gefunden.

4. Du gestaltest aktiv deinen Alltag und dein Leben

Huch, schon wieder ein Tag/eine Woche/ein Monat/ein Jahr vorbei… – Denkst du dir das auch manchmal? Oder hast du das Gefühl, dass dir nicht nur die Zeit, sondern auch bestimmte Entscheidungen, Möglichkeiten oder Entscheidungen durch die Finger gleiten würden? Beim Schreiben nimmst du den Stift und auch dein Leben wieder in die Hand!

In die Vergangenheit reisen:

  • Erfahrungen reflektieren
  • neue Erkenntnisse gewinnen
  • Situationen umschreiben
  • an schöne Momente erinnern
  • Stärken erkennen und sie in der Gegenwart nutzen

Die Gegenwart bewusst machen:

  • Gedanken und Gefühle ordnen
  • positive und negative Faktoren, Auslöser und Muster erkennen
  • Klarheit und Struktur schaffen
  • Wünsche und Bedürfnisse wahrnehmen
  • Prioritäten setzen und Entscheidungen treffen
  • all das Schöne sehen
  • Perspektiven ausprobieren
  • Dialoge durchspielen
  • die eigene Meinung stärken
  • die eigene Persönlichkeit sehen und gestalten

Die Zukunft wortwörtlich schreiben:

  • den eigenen Weg klarer sehen und gehen
  • Vision finden
  • Ziele und Richtung definieren
  • Fokus beibehalten
  • Mut und Vertrauen schenken

 

Beim Journaling erkennen wir also: Wir sind die Autoren unseres Lebens – auf dem Papier und in der Realität!

Mit dem Herzen geschrieben,

Vanessa

Hey, ich bin Vanessa. Als Schreib-Mentorin und Texterin helfe ich anderen dabei, ihre Gedanken, Gefuhle und Geschichten in Worte zu fassen. Dabei gebe ich selbst mein Herz in jede Zeile ... Magst du mehr erfahren?

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